Umweltstudien

Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) des Projekts werden verschiedene Themenbereiche untersucht, darunter unter anderem:

Natürliche Lebensräume

Die Untersuchung der natürlichen Lebensräume dient dazu, die ökologischen Besonderheiten jedes Gebiets zu erkennen.

Sie umfasst die Erfassung der vorkommenden Pflanzenarten, den Schutz seltener Pflanzen sowie die Beobachtung von Tagfaltern und Heuschreckenarten (wie Grillen und Feldheuschrecken). Auch landschaftsprägende Strukturen wie Felsvorsprünge, Hecken oder Buschgruppen werden berücksichtigt.

Abbildung: Kleiner Fuchs, beobachtet in Romont am 17. Juni 2021 (© ennova SA)

Fledermäuse

Über einen Zeitraum von 12 Monaten haben drei auf verschiedenen Höhen am Messmast installierte Aufzeichnungsgeräte sowie zwei weitere auf dem Gelände installierte Geräte die Ultraschalltöne erfasst, um die Aktivität der verschiedenen Arten zu messen.

In der Schweiz kommen 30 Fledermausarten vor – jede mit ihrem eigenen Jagd- und Flugverhalten. Die Analyse der Tonaufnahmen vermittelt ein repräsentatives Bild der Fledermausaktivität im Gebiet des Projekts. Die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) zum Beispiel wurde auf dem Standort Romont mehrfach nachgewiesen. Zusätzlich wurden auch Höhlen und Fellspalten besucht, um mögliche Fledermauskolonien in der Umgebung zu erfasse.

Abbildung: Batcorder in Romont installiert (© ennova SA)

Böden

Böden beherbergen ein vielfältiges Leben, das es zu erhalten gilt. Es gibt zahlreiche Bodentypen, die unterschiedlich empfindlich auf Verdichtung reagieren – also darauf, wie gut sie ihre physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften bei Druckbelastung bewahren können.

Um ihre Qualität zu schützen, ist es wichtig, die Bodenarten im Projektgebiet genau zu kennen. Fachleute führen dazu Messungen auf dem gesamten Perimeter des Windparks durch. Diese ermöglichen die Erstellung eine Karte, auf der die verschiedenen Bodentypen und ihre Empfindlichkeiten dargestellt sind.

Abbildung: Beispiel eines flachgründigenen Bodens, sogenannter Kalkbraunerde (Calcosol) (© ennova SA)

Vogelwelt

Die Untersuchungen zur Vogelwelt befassen sich sowohl mit den Brutvogelarten in der Projektregion als auch mit den Zugvögeln, die das Gebiet während des Frühjahrs- und Herbstzugs durchqueren.

Diese Studien ermöglichen es, die auf dem Standort vorkommenden Arten und ihre Raumnutzung besser zu verstehen. Die Beobachtungen erfolgen hauptsächlich mit dem Fernglas, werden aber durch Tonaufnahmen ergänzt. So können die Brutviere der ansässigen Arten sowie die Flugrouten der Zugvogel erfass werden.

Abbildung: Rotmilan beobachtet in Péry am 03.05.2021 (© A. Bassin)

Wald

Die Waldflächen stehen unter dem Schutz des Bundesgesetzes über den Wald (WaG), damit sie ihre Schutz- Sozial- und Wirtschaftsunionen erfüllen können.

Es ist wichtig, die aktuellen Grenzen der Wälder und der bewaldeten Weiden genau zu erfassen, um Rodungen und den Verlust von Lebensräumen bestimmter Arten zu vermeiden. Diese Erhebungen ermöglichen es, die Lage der für das Windparkprojekt notwendigen Infrastrukturen entsprechend anzupassen.

Die Abgrenzung der Wald- und Weideflächen wird in der Regel vor Ort überprüft und anschliessend von den zuständigen kantonalen Behörden validiert.

Abbildung: Waldrand in der Nähe von E04 (© ennova SA)