Technische Studien
Wie im Umweltbereich wurden auch verschiedene technische Studien durchgeführt.
Die folgenden Themen werden – unter anderem – im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung des Projekts untersucht: Spezialtransporte, Luftfahrt, Lärm, Schattenwurf, Bodenschutzkonzept und Geotechnik.
Einige dieser Themen werden nachfolgend näher erläutert:
Spezialtransporte
Der Transport der verschiedenen Komponenten einer Windturbine – wie Rotorblätter, Gondel oder Turmsegmente – erfordert eine sorgfältige Analyse der möglichen Transportwege.
So werden die Rotorblätter beispielweise mit einem sogenannten «Blade-Lifter» (Blatttransportfahrzeug) transportiert, der es ermöglicht, die Blätter in Kurven anzuheben und so den benötigten Platz zu verringern. Insgesamt wurden fünf mögliche Zufahrtsvarianten geprüft, um die bestmögliche Erreichbarkeit des Standorts zu gewährleisten.
Abbildung: Transport eines Rotorblatts im Windpark Gotthard (© AET)


Richtfunkverbindungen
Vor der Installation von Windturbinen ist es wichtig zu prüfen, dass diese keine Beeinträchtigungen der Richtfunkverbindungen verursachen. Diese werden für die drahtlose Übertragung von Daten, etwa im Bereich Radio oder Telekommunikation, genutzt.
Richtfunkstrecken arbeiten mit Funkwellen und erfordern eine direkte Sichtlinie zwischen den Antennen. In einer technischen Studie werden deshalb die bestehenden Richtfunkverbindungen analysiert, um sicherzustellen, dass die geplanten Windturbinen diese Übertragungen nicht stören.
En illustration : Abbildung: Telekommunikationsanlage auf dem Chasseral (© Grand Chasseral Tourisme
Lärm
Windturbinen erzeugen im Betrieb Geräusche. Um die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte zu gewährleisten und mögliche Lärmbelästigungen für Anwohnende zu minimieren, werden akustische Berechnungen für Tag- und Nachtzeiten durchgeführt.
Bei einer Überschreitung der zulässigen Werte werden vertiefte Analysen vorgenommen, die unter anderem den Abschirmeffekt von Gebäuden berücksichtigen.
Das TES-System (Trailing Edge System) reduziert den Lärm direkt an der Quelle, indem es die Luftverwirbelungen an der Hinterkante der Rotorblätter verringert. Ergänzend können bei Bedarf Betriebsmodi mit Leistungsreduktion eingesetzt werden. Dabei werden die Windturbinen zeitweise gedrosselt, um den Lärm zu senken – ohne die Stromproduktion vollständig zu unterbrechen.
Abbildung: TES-System an V112-Rotorblättern, Standort Juvent SA, Mont Crosin (© ennova SA)
